Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 66. Jahrgang, 7-8/2015

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GOTS Sportarzt Zusatzmodul Wettkampfmedizin

Bericht Verbandsärztetreffen 2023 in Leipzig

Schuheinlagen (IOS-Technik) und Fußdruckverteilung
in Abhängigkeit zur körperlichen Aktivität
Autoren: Boenigk, Hoffmeister, Hilberg

Einleitung / Problemstellung: Schuheinlagen (SE) werden im Breiten- und auch im Spitzensport

eingesetzt, um Beschwerden und Fehlstellungen zu mindern sowie Leistung zu steigern. In dieser

Arbeit sollte die Frage beantwortet werden, ob das Tragen von SE nach dem Prinzip der axialen Aufrichtung

(IOS-Technik) zu Veränderungen der Fußdruckparameter führt und Unterschiede zwischen

Sportlern und Nicht-Sportlern – differenziert auf der Basis der körperlichen Aktivität – bestehen.

Methodik: Im Rahmen einer interventionellen Beobachtungsstudie erfolgte die pedobarographische

Analyse von 112 Probanden (73 Frauen [Alter 48,2±13,9 Jahre; Gewicht 70,2±12,7 kg; Größe 168±5

cm]; 39 Männer [44,8±15,2 Jahre; 82,1±16,2 kg; 179±7 cm] jeweils MW±SD), ohne SE zuvor und eine

Überprüfung der körperlichen Aktivität mittels Fragebögen. Danach erfolgte die Einlagenversorgung

als protokollarisch überprüfte Intervention über 6 Monate und nachfolgend die erneute Messung

aller Parameter. Eine Unterteilung der Probanden erfolgte auf der Basis der Sportaktivität/Woche

in Sportler (>3 Tage/Woche; n=36) und Nicht-Sportler (<1 Tag/Woche; n=43).

Ergebnisse: In der Gesamtgruppe waren nach Intervention signifikante Verringerungen der Druckparameter

beider Füße nachzuweisen, z.B. Mittelfuß (rechts prä 1,35±0,85, post 0,99±0,70; links prä

1,54±0,78, post 1,09±0,66 Ns/cm²; MW±SD p<0,001). Zusätzlich verringerte sich die Doppelschrittlänge

(p<0,05) und vergrößerte sich die „Effektive Fußlänge“ (p<0,01) des linken Fußes signifikant.

Nicht-Sportler wiesen neben einer Verringerung der Doppelschrittlänge (p<0,05) signifikante Verringerungen

des Drucks unter beiden Mittelfüßen (links: p<0,05; rechts: p<0,01) auf, Sportler hingegen

ausschließlich im Bereich linker Mittelfuß (p<0,05). Nicht-Sportler waren zum zweiten Messzeitpunkt

aktiver (p<0,05) als zu Beginn, bei Sportlern bleib dies unverändert.

Diskussion / Schlussfolgerung: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Schuheinlagen

in der Lage sind, die Statik des Fußes zu verändern. Die Veränderungen waren bei

Nicht-Sportlern deutlicher, diese wurden sogar über den Studienverlauf mit der SE aktiver.

Nicht-Sportler profitieren wie Sportler durch statische Veränderungen des Fußes, aber zusätzlich

durch eine Erhöhung des Aktivitätsniveaus.

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3. Symposium für Sportmedizin&Kardiologie

Mittwoch, 06.10.2021 von 16:30-19:20 Uhr.

Die Veranstaltung findet als Hybrid-Veranstaltung live im Steigenberger Hotel München und interaktiv im Live-Stream statt.
Das Symposium steht unter Schirmherrschaft der Dt. Gesellschaft für Kardiologie e.V. und des Dt. Eishockey Bunds e.V.

Zum Programm….